Diesen Text veröffentlichte ich am 16. Juli auf LinkedIn. Warum nicht gleich hier, weiß ich selbst nicht.

Der Wochenrückblick.

So beginnt jeden Freitag meine Microsoft Teams Nachricht an das Team Entwicklung von e2n, die dann oft auch meine letzte Nachricht in der Woche ist.

Im Umfang einer DIN-A4-Seite, mit 200 bis 300 Wörtern, fasse ich meine Arbeitswoche zusammen: Was ist passiert? Was ist wichtig zu wissen? Was gilt es zu beachten? Ein paar Absätze. Stakkato. Am Ende noch ein “Ansonsten:” mit einer Liste von Links, die zwar interessant und beachtenswert sind, aber keinen Platz in einem eigenen Absatz fanden.

Den Wochenrückblick schreibe ich seit zwei Jahren. Konstant. Jede Woche. Von Urlaub und Krankheit mal abgesehen. Den ersten schrieb ich am 29. Juli 2024. 93 sind mittlerweile zusammengekommen.

Anfang 2024 musste ich mir eingestehen, dass auch ein e2n nicht ohne dieses Management auskommt. „Wo geht es hin? Wie gehen wir dahin? Wer macht was? Wer darf was?“ Diese Fragen wurden gestellt. Fragen, auf die ich weder Antworten hatte noch verstand, wo sie überhaupt herkommen.

Also Griff ich zum Buch. Büchern. Wie so oft. Über das Management, insbesondere dem Management von Software Engineering Teams.

Eines dieser Bücher war Will Larsons “The Engineering Executive’s Primer: Impactful Technical Leadership”.

Dort griff ich den Wochenrückblick auf. Ich fand die Idee nicht schlecht und da bekanntlich probieren über studieren geht, habe ich seitdem einfach jede Woche losgeschrieben und abgewartet was passiert.

Rückblickend war es nicht die schlechteste Idee. Denn:

Management ist sinnlos, wenn Du nicht kommunizieren kannst. Wenn Du eben nicht weitergeben kannst, wohin es geht, warum wir etwas machen, wer, was, wann und wo.

Dabei schlägt die Schrift das gesprochene Wort. Deutlich. Oder anders: das gesprochene Wort ist besser im Kleinen, die Schrift im Großen.

Das Geschriebene lässt sich nachlesen. Mehrfach. Und einfacher verteilen.

Das Geschriebene hat Bestand.

Sprache mag laut sein, die Schrift ist scharf.

Mit den Wochenrückblicken erreiche ich natürlich nicht alle. Das war auch nie das Ziel. Es geht nicht darum alle zu erreichen, sondern die Richtigen. Die tragen es weiter.

Zudem schadet es nicht, hin und wieder eine persönliche Note mitzugeben.

Letztlich ist es auch ein schönes Ritual. Die Woche ist vorbei. Die Gedanken sind raus. Der Schoppen kann kommen.